Winsen (Luhe)/Hanstedt den, 27. August 2026 – Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Harburg-Land hat sich am Dienstagmittag mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus unterschiedlichen Branchen und Gitta Connemann, Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, zum direkten Austausch getroffen. Im Landgasthof Zur Eiche in Ollsen in der Gemeinde  Hanstedt machten die Unternehmen deutlich, welche Verbesserungen sie von der Bundespolitik erwarten.

Im Mittelpunkt stand insbesondere der zunehmende Arbeits- und Fachkräftemangel. Viele Betriebe in der Region haben Schwierigkeiten,
offene Stellen zu besetzen. Kritisch diskutiert wurde deshalb auch die Reduzierung des Kontingents der Westbalkanregelung, die die
Gewinnung dringend benötigter Arbeitskräfte zusätzlich erschwert.

„Wer wissen will, was unsere Unternehmen brauchen, muss ihnen zuhören. Unternehmerinnen und Unternehmer aus ganz
unterschiedlichen Branchen haben sehr konkret geschildert, wo es im betrieblichen Alltag hakt. Genau diese Erfahrungen müssen stärker
in politische Entscheidungen einfließen“, erklärt André Schrader, Kreisvorsitzender der MIT Harburg-Land.

Arbeitskräftemangel bremst Unternehmen
Fehlendes Personal ist für viele Unternehmen längst zu einem Wachstumshemmnis geworden. Aufträge können teilweise nicht
angenommen, Investitionen nicht umgesetzt oder Leistungen nicht im gewünschten Umfang angeboten werden. „Wir erleben im Landkreis Harburg Betriebe, die Aufträge haben und wachsen wollen, denen aber die Menschen fehlen, um die Arbeit zu erledigen“, betont Schrader.

„Wir brauchen deshalb qualifizierte Zuwanderung, die schnell, unbürokratisch und am tatsächlichen Bedarf unserer Wirtschaft
ausgerichtet ist. Wer arbeiten will und von unseren Betrieben gebraucht wird, darf nicht an unnötigen Hürden scheitern.“
Der Austausch in Ollsen zeigte, dass Unternehmen trotz unterschiedlicher Branchen vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Sie
erwarten vor allem verlässliche und praxistaugliche Rahmenbedingungen, damit sie investieren, Arbeitsplätze sichern und ausbilden
können.

Starker Mittelstand sichert eine starke Region
Für die MIT Harburg-Land ist ein wettbewerbsfähiger Mittelstand entscheidend für die Zukunft des Landkreises. Die Betriebe schaffen
Arbeits- und Ausbildungsplätze, sorgen für regionale Wertschöpfung und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung vor Ort.
Die MIT Harburg-Land wird deshalb den direkten Dialog zwischen regionaler Wirtschaft und politischen Entscheidungsträgern weiter
fördern. Politik müsse die Erfahrungen aus den Betrieben aufnehmen und Rahmenbedingungen schaffen, die unternehmerische Initiative
ermöglichen, statt sie zu erschweren. „Unsere Unternehmerinnen und Unternehmer erwarten keine Sonderbehandlung. Sie wollen
arbeiten, investieren, ausbilden und Verantwortung übernehmen. Dafür brauchen sie mehr Freiraum und politische Entscheidungen, die in der betrieblichen Praxis funktionieren“, so Schrader abschließend.

Starker Mittelstand bedeutet starke Region
Für die MIT Harburg-Land steht fest: Die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entscheidet unmittelbar über die Zukunft des
Landkreises Harburg. Mittelständische Betriebe schaffen Ausbildungs- und Arbeitsplätze, sorgen für regionale Wertschöpfung und tragen
mit ihrem gesellschaftlichen Engagement zum Zusammenhalt in den Städten und Gemeinden bei.
Deshalb müssen die Erfahrungen der Unternehmerinnen und Unternehmer vor Ort stärker in politische Entscheidungen einfließen. Die
Soziale Marktwirtschaft lebt von unternehmerischer Initiative und Eigenverantwortung. Aufgabe der Politik ist es, dafür
Rahmenbedingungen zu schaffen, die Leistung ermöglichen und wirtschaftliche Entwicklung nicht unnötig erschweren.
Die MIT Harburg-Land wird deshalb auch künftig den direkten Dialog zwischen regionaler Wirtschaft und politischen
Entscheidungsträgern suchen.