Winsen (Luhe), 08. September 2025 – Die Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT) Harburg-Land zeigt sich besorgt über die aktuellen Pläne der Bundesregierung zum beschleunigten Ausbau fossiler Gaskraftwerke. Nach einem Bericht des Handelsblatt vom 5. August 2025 sollen Gaskraftwerke mit einer Leistung von bis zu 20 Gigawatt unter erleichterten Bedingungen ausgeschrieben und staatlich gefördert werden – in weiten Teilen ohne verpflichtende Wasserstofftauglichkeit.
„Das ist ein Schlag ins Gesicht für unsere mittelständischen Biogas-Betreiber“, erklärt MIT-Kreisvorsitzender André Schrader. „Während fossile Großstrukturen auf dem Schnellweg zur Genehmigung und Förderung sind, hängen hochinnovative Biogasprojekte weiterhin in der Warteschleife.“
Besonders betroffen sind zwei Mitglieder der MIT Harburg-Land, die moderne Biogasanlagen im Landkreis betreiben. Gemeinsam mit ihren Gemeinden planen sie dezentrale Wärmenetze, die auf klimafreundlicher Biogasnutzung beruhen. Die Projekte sind technisch ausgereift, wirtschaftlich tragfähig und leisten einen konkreten Beitrag zur lokalen Energiewende. Doch die notwendigen politischen Rahmenbedingungen fehlen: Das sogenannte Biomassepaket, das wichtige rechtliche Verbesserungen für Biogasanlagen enthält, liegt weiterhin zur Prüfung bei der EU-Kommission und wurde bis heute nicht freigegeben.
„Diese Verzögerungen gefährden nicht nur wichtige Investitionen, sondern auch das Vertrauen in eine dezentrale und bürgernahe Energiewende“, warnt Schrader. „Wenn fossile Projekte politisch bevorzugt werden und Biogas weiter blockiert bleibt, werden die Chancen der Regionen und des Mittelstands systematisch verspielt.“
Die MIT Harburg-Land sieht darin eine politische Schieflage mit weitreichenden Folgen. Die Konzentration der Energieerzeugung auf wenige große Akteure widerspricht dem
