Als Thema für meinen nunmehr traditionellen Weihnachtsbrief werde ich heute über die vielen Menschen, die zu uns wollen, schreiben. Ich habe lange überlegt, ob das ein Weihnachtsthema ist. Aber, wenn wir künftig sowohl unseren Schutz als auch unsere Hilfsbereitschaft erhalten wollen, müssen wir darüber reden.

In einem Vortrag habe ich einmal die rhetorische Frage gestellt: „Was hat unsere Rasse so erfolgreich gemacht?“ Meine Antwort nach einer größeren Pause lautete: „die Tatsache, dass wir nie eine eigene Rasse waren.“

Wir waren und sind ein Gemisch aus unterschiedlichen Kulturen und Ethnien. Zuwanderung gab es also schon immer. Dennoch haben wir uns zu den von vielen Ländern beneideten bis bewunderten „Deutschen“ geformt. Was ist also heute anders?

Dazu ein Blick in die Geschichte. Vor zweihundert Jahren verließen viele meist arme Menschen Europa und suchten ihr Glück auf dem amerikanischen Kontinent. Kaum einer wollte nach Süd- oder Mittelamerika. Das damals gelobte Land war die fast menschenleere USA. Machen wir uns nichts vor; heute ist das für viele Zuwanderer Deutschland. Der Unterschied ist, wir sind viel kleiner als die USA und keineswegs menschenleer.

Viele dieser Menschen finden sich in unserer modernen und hochtechnisierten Welt nicht zurecht und können deshalb nur schwer integriert werden. Das Ergebnis sind immer größer werdende problematische Parallelgesellschaften.

Dazu kommt, dass die meisten moslemischen Glaubens sind. Im Gegensatz zur Bibel ist der Koran ein allumfassendes Gesetzeswerk, auch für die Politik. Aber er stammt aus dem siebten Jahrhundert, er kann gar nicht auf die heutige Zeit angepasst sein. Eine Studie hat ergeben, dass zwei Drittel aller in Europa lebenden Moslems die Scharia für wichtiger halten, als die Gesetze unserer Staaten.

Der europaweit renommierte Experte für Entwicklungspolitik, Rainer Thiele, sagte in einem WELT-Interview auf die Frage ob ein besserer Schutz der EU-Außengrenzen und ein stärkerer Kampf gegen Schleuserkriminalität Migration aufhalten kann: „Das sehen wir momentan ja. Aber das sind nur kurzfristige Effekte. Die Migranten werden sich ihren Weg suchen. Sie werden sich von einer Flucht nur abhalten lassen, wenn die Maßnahmen immer restriktiver werden. Und zwar so restriktiv, das sie mit einem liberalen Rechtsstaat nur noch schwer vereinbar sind.“

Der MIT-Bundesvorsitzende Dr. Carsten Linnemann hat in der ZDF-Sendung „maybrit illner“ vor einem Aufgeben der harten Position der Union beim Familiennachzug gewarnt. CDU und CSU müssten in dieser Frage „hart bleiben“, sagte Linnemann. Deutschland sei mit den Flüchtlingen immer noch überfordert, die Integrationsmöglichkeiten würden überschätzt.

Wenn wir auch künftig Menschen in Not helfen wollen, müssen wir den Zuzug begrenzen und eine Einwanderungspolitik betreiben, wie das auch andere ehemals klassische Einwanderungsländer inzwischen tun. Alles was dazu dient, dass die Menschen in ihrem Heimatland bleiben, muss genutzt werden.

Ich wünsche Ihnen ein fröhliches, aber auch besinnliches Weihnachtfest.

Ihr

Wilfried Uhlmann